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Wettbewerb Kindergarten

Bei der Planung des Kindergartens wurde besonders darauf geachtet, den Baukörper in die vorhandene Parklandschaft derart zu integrieren, dass der Baumbestand fast zur Gänze erhalten bleiben kann.
Die raumbegrenzenden Wände wurden in einer sektoralen Anordnung geplant. Diese Anordnung ermöglicht eine bogenförmige Südfassade an welcher die drei Gruppenräume aufgegliedert sind. Jeder der Gruppenräume ist an der Südseite mit einem, gegenüber dem sonstigen Niveau erhöhten, Rückzugs- oder Individual-bereich ausgestattet, welcher den Kindern die Möglichkeit bietet abgehoben vom Gemeinschafts- oder Konzentrationsbereich, die Natur zu beobachten oder ein „Baumhauserlebnis“ zu verspüren. Durch die in der Planung vorgeschlagenen Klettermöbel wird dieses Baumhauserlebnis gefördert.
Der T – förmige Baukörper dessen Form hauptsächlich durch den Baumbestand bestimmt wird, ermöglicht eine gangflächensparende Entwurfslösung. Durch die auf den Hauptbaukörper aufgesetzten, auskragenden und Dachflächen überragenden Baukörper werden die drei Gruppenräume hervorgehoben. Diese abgehobenen Bauteile sind nach Süden hin großflächig durch, von der Vertikale herausgekippte Glasflächen geöffnet. Das Kippen der Glasfläche erwirkt eine Verminderung der Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten und stellt somit einen natürlichen Sonnenschutz dar. Die Spielplätze sind so angeordnet, dass der Baumbestand einen integrierenden Teil der Spielplatzgestaltung darstellt.

Standort: Guntramsdorf, Niederösterreich
Planung: 2000, Wettbewerb